28.11.2025 - Niederbrechen, Gegen 18:30 Uhr wurden die Feuerwehren der Gemeinde Brechen – Niederbrechen, Oberbrechen und Werschau – zu einem Übungsalarm auf die Kirche St. Maximin in Niederbrechen alarmiert. Mit dem Alarmstichwort „F2Y” auf den Pagern konnten sich die Feuerwehrleute bereits auf der Anfahrt auf einen angenommenen größeren Brand mit Menschenleben in Gefahr einstellen. Die Wehrführung des Ortsteils Niederbrechen, bestehend aus Ralf Stahl und Martin Arnold, hatte die Übung im Voraus geplant. Es wurde ein Brand an der Heizungsanlage der Kirche angenommen, bei dem ein Monteur in diesem Bereich vermisst wurde. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs ergab die Ersterkundung: Brand im Heizungsraum, Rauchentwicklung in der Sakristei mit Ausbreitung auf den Dachstuhl in Richtung Glockenturm. Um den Dachstuhl zu erreichen, wurden weitere Kräfte der Feuerwehr Runkel/Schadeck mit der Drehleiter nachalarmiert. Die Feuerwehren der Gemeinde Brechen wurden auf die drei Zugangswege aufgeteilt: Die Feuerwehr Niederbrechen fuhr direkt die Kirche an, die Feuerwehren Oberbrechen und Werschau wurden mit ihren speziell für diese Fälle in den alten Ortskernen und ihren engen Straßen neu angeschafften Löschgruppenfahrzeugen LF10 in die Bereiche (Oberbrechen) Kirchenparkplatz, Turmstraße und (Werschau) Pfarrhof, Bergstraße, geschickt. Einsatzleiter Timo Kahlheber, stellvertretender Gemeindebrandinspektor, bildete drei Abschnitte und ließ in den jeweiligen Abschnitten mehrere Angriffe auf den Brand vornehmen. Schnell wurde der Monteur gefunden und gerettet. Jetzt lag der Fokus auf der Brandbekämpfung. Mittels der Drehleiter aus Runkel wurde das Dach abgedeckt. Die drei Abschnitte bildeten Riegelstellungen, um eine Ausbreitung des Feuers zu unterbinden. Die Feuerwehr Werschau sicherte zusätzlich den Glockenturm von innen. Die Wehrführung Niederbrechen hatte das Objekt Kirche bewusst gewählt, da es einige Besonderheiten aufweist: Zum einen ist es ein besonders schützenswertes Kulturgut, zum anderen erschweren die enge Bebauung, die begrenzten Zugangswege im alten Ortskern und die Wasserversorgung in diesem Bereich die Situation. Nachdem alle Aufgaben erfolgreich abgeschlossen und die Löschwasserversorgung der jeweiligen Zone getestet worden waren, konnte die Übung beendet und alle Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht werden. Anschließend fand im Feuerwehrhaus Niederbrechen die Übungsbesprechung statt. Bei Getränken und einer kleinen Stärkung erläuterte Wehrführer Ralf Stahl die Übung, die jeweiligen angenommenen Szenarien und die hieraus resultierenden Aufgaben der einzelnen Abschnitte. Besonders zu erwähnen ist die gute Zusammenarbeit und Kommunikation der vier Feuerwehren trotz räumlicher Trennung. Abschließend bleibt nur noch Danke zu sagen: an die Kirchengemeinde, die uns die Kirche als Übungsobjekt ermöglicht hat, an alle Einsatzkräfte der vier Feuerwehren, die an der Übung teilgenommen haben, besonders der Feuerwehr Runkel/Schadeck, und an die Anlieger für die Rücksichtnahme. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann sprechen Sie die Feuerwehren gezielt an: Feuerwehr Niederbreche www.Feuerwehr-Niederbrechen.de Feuerwehr Oberbrechen www.Feuerwehr-Oberbrechen.de Feuerwehr Werschau www.Feuerwehr-Werschau.de